Seit nunmehr
über 35 Jahren existiert die schottische Rockband "Runrig", in dieser Zeit avancierte das Sextett zur führenden Gruppe im Bereich Folk, Rock und Pop Schottland`s. Gegründet wurde Runrig von den
Gebrüder Calum und Rory Mac Donald. Sie schrieben fast alle Songs. Mit ihren Klängen aus keltisch-gälischer Folklore und moderner rhythmischer Rockmusik schaffen sie es immer wieder Gefühle in den Menschen zu wecken.
1973 begannen die Musiker, damals nannten sie sich noch " The Run-Rig Dance Band", mit einem Konzert in Glasgow. Erst 1978 entschieden sie sich für die Verkürzung des Namens auf "Runrig". Der Name "Runrig" stammt aus dem Mittelalter und ist ein Begriff aus dem Ackerbau.
Ihre erste LP "Play Gaelic" wurde ebenfalls erst 1978 veröffentlicht und enthält ausschließlich gälische Musik. In der weiteren Folge entstanden einige Selbstfinanzierte Alben und Runrig entwickelte nach und nach ihren eigenen, unverwechselbaren Stil.
 
Bis heute hat die Band über 25 Alben veröffentlicht. "Proterra" (für das Land), entstand 2003 und schaffte es in Deutschland bis auf Platz 10 der Albumcharts.
Das bisher letzte Studio-Album "Everything You See" erschien 2007.
Auch außerhalb Schottland`s wuchs das Interesse an Runrig. Selbst im damaligen Ostberlin gaben sie 1987 ein Konzert. Calum Mac Donald nannte es: "eines unserer bedeutsamsten Konzerte überhaupt".
1991 erhielt die schottische Band ihre erste goldene Schallplatte für das Album " The Big Wheel". Im gleiche Jahr hatte Runrig ein weiteres unvergessliches Highlight, ein Open-Air-Konzert am Strand des größten schottischen Sees, Loch Lomond. Ca. 45.000 begeisterte Fans feierten mit Runrig dieses Open-Air. Ihre erste Maxi Single "Hearthammer" wurde während des Konzertes aufgenommen.
Ebenso entstand in diesem Jahr das erste Runrig-Video mit ausschnitten aus den Konzerten von Loch Lomond und vom Edinburgh-Castle.
Loch Lomond hat für Runrig und ihre Fans eine weitere wichtige Bedeutung, die Live-Version des gleichnamigen Titels wurde zur "Runrig-Hymmne" Kein Konzert der Band wird beendet ohne das dieser Titel "zelebriert" worden ist. (Gänsehaut Garantie)
In Deutschland hat sich mittlerweile eine feste Fan-Gemeinschaft etabliert. Allein zum Open-Air Konzert auf der Loreley kamen 20.000 Begeisterte. " Das schottische und das deutsche Publikum ähneln sich sehr", erklärt Calum Mac Donald. Deshalb gehört Deutschland auch zum festen Plan jeder Tournee.
Der Abschied von Sänger Donnie Munro 1997 war ein tiefer Einschnitt in die Runrig-Geschichte. Nach fast 25 Jahren musste sich die Band einen neuen Sänger suchen. Das Ende von Runrig stand allerdings nie zur Debatte. Nach monatelangem Casting fanden die Schotten mit dem kanadischen Sänger Bruce Guthro schließlich den geeigneten Nachfolger. Das erste gemeinsame Album "In Search Of Angels" kam bei den Fans sehr gut an und bei der Live-Präsentation des Albums wurde der "Neue" gefeiert als habe es nie einen Wechsel gegeben.
Auf dem 2001 erschienen Album "The Stamping Ground" erhielt Bruce Guthro dann zum ersten mal Gelegenheit sich als Songwriter zu bewähren. Mit der Ballade "One Thing" ist ihm ein richtig großer Wurf gelungen.
Im August 2003 feierte Runrig auf dem Stirling-Castle ihr 30-jähriges
Jubiläum mit einem gigantischen Konzert. Dieses Konzert wurde aufgezeichnet
und erschien 2004 als DVD "Day Of Day". Im Mai 2010 bekam die Band für diese
DVD "GOLD" von der Plattenfirma.
18.August 2007 -
Drummnadrochit, Loch Ness, Scotland -- Runrig`s "Beat The
Drum" - das wohl denkwürdigste Konzert der Bandgeschichte. 17500 Fans
standen über 10 Stunden im strömenden Regen und feierten die Band. Nach
offiziellen Angaben gab es an diesem Tag die andauerndsten und längsten
Regenfälle seit Begin der Wetteraufzeichnungen. Die Fans standen, tanzten
und feierten auf einer Wiese die nach wenigen Stunden einem riesigen
Schlammloch glich. Trotzdem war die einhellige Meinung der Fans: "eines der
besten Konzerte von Runrig". Das Konzert wurde aufgezeichnet und erschien
als DVD "Year Of The Flood".
Nach Angaben des Labels war eines von 83.000 aufgelesenen Fundstücken des
2003 kurz nach dem Start explodierten Shuttles Columbia eine CD. Es handelte sich dabei um Runrigs 2001er Album "The Stamping Ground", das eine der Astronautinnen im Gepäck dabei hatte. Im Wiedergabegerät der Raumfähre steckte eine zweite Platte der Band. "Die letzte Musik, die die Columbia-Crew gehört hat, war also von Runrig", schlussfolgert der Ehemann der Verstorbenen.
Einen direkten Zusammenhang zwischen Musik und Unfall gibt es wohl kaum, jedoch hat die schottische Combo in ihrer dreißigjährigen Geschichte bewiesen, ähnlich unzerstörbar zu sein wie ihre Rohlinge.
2006 und 2009
musste die Band zwei große negative Schläge verarbeiten. Die
langjährige Managerin Marlene Ross verstarb im Dezember 2006. Im
März 2009 - kurz vor dem Start einer Tour durch Deutschland - erlitt
der Gitarrist Malcolm Jones einen Herzinfarkt. Konzerte vielen aus
oder mussten verschoben werden. Malcolm kam nach Bypass-OP und Reha
im August 2009 zum Konzert in Scone gesund zurück auf die Bühne.
Nach einer großen
Konzertserie 2010 durch Dänemark, Deutschland und Großbritannien
will die Band 2011 eine Pause einlegen um sich auf ihren 40.
Geburtstag 2013 vorzubereiten. |